Wie alles begann

Impressionen

Villa Parigina

Den Mittelpunkt der Anlage bildet die herrschaftliche Villa Parigina. Zu ihrer Linken fügt sich das ehemalige Wäschehaus harmonisch in das Bild ein, während die historischen Pferdestallungen und das frühere Bedienstetenhaus im oberen Teil des Grundstücks das eindrucksvolle historische Gesamtbild vervollständigen.


Ein Hauch von Herrschaftlichkeit im Vallemaggia
Wer durch die verwinkelten Gassen von Aurigeno spaziert, erwartet vor allem die charakteristischen, rustikalen Tessiner Steinhäuser. Doch gleich hinter dem Gemeindehaus, der Casa Comunale, offenbart sich ein unerwarteter Anblick: die Villa Parigina. Erbaut um das Jahr 1850, erhebt sich das Anwesen als stolzer Zeitzeuge einer bürgerlichen Baukultur, die einen faszinierenden Kontrast zur wilden Romantik des Maggiatals bildet.

Verborgene Schönheit hinter hohen Mauern
Schon das imposante Eingangstor lässt erahnen, welche Grosszügigkeit sich dahinter verbirgt. Die historische Hauptvilla und ihre dazugehörigen Nebengebäude ruhen eingebettet in einen weitläufigen, von schützenden Mauern umschlossenen Park. Diese private, grüne Oase schirmt das Anwesen vom Alltag ab und bewahrt den aristokratischen Charme vergangener Tage. Auch wenn die Türen des Privatgrundstücks für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben, strahlt die Anlage eine spürbare Ruhe und zeitlose Eleganz nach draussen aus.

Ein Wegpunkt voller Atmosphäre
Für Entdecker und Wanderer ist die Villa Parigina ein markanter und stilvoller Wegbegleiter. Wer dem Pfad in Richtung der traditionellen Grotti von Moghegno folgt, passiert das herrschaftliche Grundstück, bevor der Weg weiter über den malerischen Wildbach Ri di Dentro führt.

Als geschütztes Kulturgut prägt die Villa Parigina das Ortsbild von Aurigeno massgeblich. Sie ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern eine stille Erzählerin der Tessiner Geschichte und ein Ort, an dem unberührte Natur und historische Eleganz auf wunderbare Weise aufeinandertreffen.

Das ehemalige Wäschehaus der Villa Parigina: Hier nahm unsere Geschichte ihren Lauf.

Poncione Piancascia

Da sassen Tin und Thomas an einem lauschigen Abend vor der Villa Parigina. Normale Menschen hätten einfach das Glas erhoben und die Aussicht auf den Poncione Piancascia genossen. Nicht so diese beiden. Aus dem reinen Betrachten wurde blitzschnell ein eiserner Vorsatz: «Wo wir hinsehen, da müssen wir auch hinaufschwitzen.» Und so nahm das Unheil – beziehungsweise die glorreiche Idee – an genau diesem Abend ihren Lauf.
Impressionen

Gewonnen, zerronnen, neu gefressen

Der Aufstieg von Brione im Verzasca-Tal auf den Poncione Piancascia? Eigentlich ganz human und gut machbar. Doch oben auf dem Gipfel beschlich uns eine erste, leise Vorahnung, die sich bald als bittere Wahrheit entpuppen sollte: Der Weg zum rettenden Abendessen in der Hütte, der Cap Spluga, hielt eine fiese Pointe bereit. Erst ging es schonungslos bergab, nur um – oh weh – am Ende nochmals erbarmungslos in die Höhe zu stechen. Wir durften unsere hart erarbeiteten Höhenmeter also erst grosszügig vernichten, nur um sie uns danach vor dem Schlafen gleich noch einmal mühsam «reinzufressen», insgesamt 2500 Höhenmeter an einem Tag.

Tag zwei war dann die reine Belohnung für unsere Leidensbereitschaft. Der Abstieg nach Giumaglio im Maggiatal fühlte sich an wie das reinste Ferienlager – ein absoluter Klacks im Vergleich zum Auf und Ab des Vortages. Endlich durften wir die Seele (und die Beine) einfach baumeln lassen, während uns der Berg im absoluten Schongang direkt hinunter ins Tal begleitete.

Die Geburt einer Tradition

Unten im Tal angekommen, waren wir uns überraschend schnell einig: Gelernt ist gelernt, und so was Gutes darf keine Eintagsfliege bleiben. Deshalb haben wir kurzerhand beschlossen, daraus ein jährliches Ritual zu machen. Von nun an knöpfen wir uns jedes Jahr einen anderen Berg vor. Mal für zwei Tage, mal für drei. Wir nehmen einfach das, was die Route an Herausforderungen, Überraschungen und (hoffentlich) Ferienlager-Momenten für uns bereithält.